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Kurze Geschichte der ökumenischen Bewegung

Im Neuen Testament

Von Beginn an war die christliche Gemeinschaft gefährdet. Nicht zufällig mahnt der Apostel Paulus die Gemeindemitglieder in Korinth: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung (1. Korintherbrief 1,10). Im Laufe der Kirchengeschichte kam es immer wieder zu Spaltungen. Manchmal genügte es, neue Gemeinden zu gründen, an denen ein anderer Schwerpunkt des Evangeliums gelebt werden konnte. Ein anderes Mal waren die Spannung jedoch so groß, dass sich viele Strömungen bildeten, die man nur schwer wieder zusammenführen konnte.

In der frühen Kirche und dem Mittelalter

Gab es Streit, so brachten Konzilien (Versammlungen von Bischöfen und Theologen) zwar die ersehnte theologische Klarheit. Sie boten aber gleichzeitig manchen Gruppierungen auch Anlass, sich von der Einheit in der großen Gemeinschaft abzuwenden. Im Jahr 1054 zum Beispiel kam es nach jahrhundertelanger Entfremdung zum Bruch zwischen Ost- und Westkirche; nun gab es eine Kirche für den westlichen Teil Europas und einen anderen für den östlichen. Beide berufen sich auf dasselbe Evangelium und dieselbe Tradition und doch führten Missverständnisse in der Sprache und in der Kultur zu einer Trennung. Daneben verleihen politische Konflikte solchen Entwicklungen einen Schub. Ähnlich wie bei der Trennung in Ost und West, waren auch ab dem Jahr 1517 theologische und politische Spannungen der Grund dafür, dass die Kirchen der Reformation entstanden. Danach setzte eine große Welle über die Jahrhunderte hindurch ein, dass an vielen Orten der Welt neue christliche Gruppierungen entstanden und auch bis heute fortbestehen.

Die ökumenische Bewegung im 20. Jahrhundert

Wer Gottes- und Nächstenliebe predigt, macht sich jedoch unglaubwürdig, wenn er zugleich in Zwietracht und Zerwürfnis mit seinen Mitchristen lebt. So verwundert es nicht, dass die ökumenische Bewegung nicht zuletzt in evangelischen Kreisen enstand, die sich sehr für eine Missionierung ihrer Umwelt einsetzten. Der katholischen Kirche fiel es aufgrund ihres Selbstverständnisses zunächst schwer, sich dieser Bewegung anzuschließen; im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) jedoch schuf sie die theologischen Vorbedingungen, die ihr Möglichkeiten zum Dialog mit den anderen Konfessionen eröffnete. Heute erachtet sie den ökumenischen Prozess für unumkehrbar (vgl. > Enzyklika Ut unum sint (1995) Nr. 3).

Ökumene heute?

Ökumene war und ist nicht nur Sache der Bischöfe und theologischer Spezialisten; alle Katholiken sind eingeladen, sich den ökumenischen Bemühungen anzuschließen, die unternommen werden, um die Einheit der Christen wiederherzustellen. (> Ökumenisches Direktorium (1993) Nr. 23

Dazu sind Menschen zum Beispiel hier vor Ort und weltweit bemüht, die Einheit der Kirche abzubilden und sichtbar zu machen. Vorschläge, wie Ökumene auch bei Ihnen aussehen könnte finden Sie hier auf der Seite unter > Anregungen.