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Vor der Kindertagesstätte Sonnenblume in Burscheid steht ein gelber Automat aus Metall. Auf den ersten Blick fühlt man sich ein bisschen in die 90er Jahre hineinversetzt, in denen an fast jeder Straßenecke ein roter Automat hing, aus dem Kinder Kaugummis und Spielzeuge aus Plastik ziehen konnten. Zwei Mädchen aus der Kita wissen es aber besser und erklären: „Das ist Futter für die Insekten!“. Wie genau das Ganze jetzt zusammenhängt und wie es funktioniert, erklären die beiden im Video (unten).
Umweltbildung, ob für jüngere oder ältere Menschen, ist wichtig, um möglichst vielen Menschen ihre Mitverantwortung für die Schöpfung näherzubringen und ihnen Anregungen für darauf aufbauendes Handeln zu geben. Je mehr Menschen zusammen an einem Strang ziehen, desto erfolgreicher ist das Vorhaben. Der „Welttag der Umweltbildung“ am 26. Januar hat deshalb das Ziel, für die Umweltbildung als wichtige gesellschaftliche Aufgabe sowie als Ausbildungsgang zu sensiblisieren.
Ein Beitrag zur Umweltbildung ist das Projekt „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden“ (BiCK). Gefördert vom Bundesamt für Naturschutz unterstützt die Abteilung Schöpungsverantwortung des Erzbistums Köln zusammen mit den neun Biologischen Stationen des Landes Nordrhein-Westfalen bis 2025 rund 70 kooperierende Kirchengemeinden, auf ihren Flächen Maßnahmen zum Erhalt der Biologischen Vielfalt umzusetzen. Das Tätigwerden der Gemeindemitglieder ist eine besondere Möglichkeit, sich als Teil der Gemeinschaft des Lebendigen auf dieser Erde zu erfahren.
Die Katholische Kirche in Frechen ist mit zwei Grundstücken in der ersten Durchführungsrunde dabei und hat mit der Begehung durch Frau Mittelstaedt, einer Mitarbeiterin einer Biologischen Station, schon die ersten Schritte getan. Die Engagierten berichten begeistert:
"Die Erstbegehung mit Astrid Mittelstaedt lief sehr professionell, offen und kreativ ab. Sie hat viel Zeit mitgebracht und sich alle Flächen des Kirchengeländes angesehen. Es wurde auf alle Ideen der unterschiedlichen teilnehmenden Gruppen eingegangen. Für unsere große Wiese neben der Kirche werden nun Möglichkeiten entwickelt, die Platz und für die Messdiener, Kinder- Jugendgruppen bieten und für die benachbarte Grundschule Flächen für (Hoch-) Beete vorsehen. Die Gartengruppe, die die Grünanlage bislang pflegt, erhält Ideen, wie Biodiversität und Verringerung des Arbeitsaufwandes kombiniert werden können (z.B. durch eine Benjeshecke oder ein Wildblumenbeet). Die Motivation, die Biodiversität mit allen tollen Vorteilen auf der Hildeboldwiese zu fördern, ist durch die Erstbegehung sehr gestiegen. Jeder fühlte sich mit seinen Ideen wahrgenommen und kann sich in diesem Projekt wiederfinden."
Die zweite Informationsveranstaltung zum BiCK-Projekt findet am 14. Februar um 18 Uhr als Videokonferenz statt. Herzliche Einladung zur Teilnahme!
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