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Heilige Drei Könige: Herkunft und Bedeutung des Feiertags

Jedes Jahr im Januar erinnern tausende Sternsinger an Caspar, Melchior und Balthasar.

Caspar, Melchior und Balthasar

Die Heiligen Drei Könige sind nach den Hirten die zweite Gruppe, die, geleitet vom Stern von Bethlehem, zur Krippe mit dem Jesuskind kommt. Caspar, Melchior und Balthasar – Ihre Namen stehen stellvertretend für die drei damals bekannten Kontinente Afrika, Asien und Europa. In der Bibel werden sie als „Sterndeuter aus dem Morgenland“ bezeichnet. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden sie aufgrund ihrer Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe zu Königen. In der katholischen Kirche werden die drei Könige als Heilige verehrt. Der entsprechende Feiertag fällt auf das Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Seit 1164 ruhen ihre Gebeine im Dreikönigsschrein des Kölner Doms.

Erst Sterndeuter und Magier, heute Könige

Im Matthäus-Evangelium ist weder die Anzahl noch der genaue Adelsstand angegeben. Die Zahl wurde anhand der aufgeführten Geschenke später auf drei festgelegt. Aus deutschen und französischen Mysterienspielen geht hervor, dass jeder König einen der Kontinente der damals bekannten Welt repräsentiert: Afrika, Asien und Europa. Ein Zeichen dafür, dass die ganze Welt zu Jesus kommt. Eine andere Auslegung des Evangeliums besagt, dass sie für das Menschengeschlecht stehen, das auf die drei Söhne des Noah zurückgeht. In der Ikonographie sind sie stets als Jüngling, Erwachsener und Greis abgebildet.

Sternsingen und Dreikönigswasser: Brauchtum am Dreikönigstag

In der Kirche wird am 6. Januar auch der Taufe Jesu gedacht. Daher war es an diesem Tag Brauch, das sogenannte „Dreikönigswasser“ zu weihen. In Anlehnung an die Taufe wurde dabei Wasser einem Fluss entnommen, gesegnet und sollte Schutz vor Unwettern gewähren. Dieser Tag wurde besonders feierlich begangen, da er auch das Ende der Rauhnächte markiert. Noch heute lebt dieser Brauch in der orthodoxen Kirche.

 

Ein weitaus bekannterer Brauch ist das Dreikönigssingen beziehungsweise Sternsingen: „Gesundheit und Kraft im Neuen Jahr, wünscht euch Caspar, Melchior und Balthasar“. Vom Festtag der Geburt des Herrn bis zum 6. Januar ziehen Kinder – als drei Könige verkleidet – von Haus zu Haus, überbringen den Segen des Jesuskindes und bitten um eine Spende für wohltätige Zwecke. Dieser Brauch ist bereits seit dem 16. Jahrhundert belegt. Seit 1959 ist die Aktion „Sternsinger“ die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. (mac)

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