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Tokio-Sonntag am 29. Januar 2017

Erzbistum Köln - Gebets- und Hilfsgemeinschaft - Kollekte
23. Januar 2017; HA Medien und Kommunikation/Je

Kardinal Woelki bei seinem Tokio-Besuch 2016 vor der Marien-Kathedrale.
Kardinal Woelki bei seinem Tokio-Besuch 2016 vor der Marien-Kathedrale.
 

Die Erzbistümer Tokio und Köln verbindet seit 63 Jahren eine Gebets- und Hilfsgemeinschaft. Daran erinnert der „Tokio-Sonntag“, der immer am letzten Sonntag im Januar gefeiert wird. In diesem Jahr fällt der Sonntag auf den 29. Januar. Die Kollekte wird an diesem Tag in beiden Bistümern zur Unterstützung der Priesterausbildung in Myanmar verwendet.

 

Im Mittelpunkt steht das Gebet für das Partnerbistum. In vielen Gottesdiensten wird daher in den Fürbitten die Verbundenheit zum Ausdruck gebracht. Besonders wird für den Priesternachwuchs in dem japanischen Bistum gebetet.

 

Kardinal Woelki besuchte Tokio 2016

Im Frühjahr 2016 hatten Rainer Maria Kardinal Woelki und Generalvikar Dr. Dominik Meiering gemeinsam das Partnerbistum besucht. Für Kardinal Woelki war es bereits der 3. Besuch. Als Zeichen der Verbundenheit hatte er eine Reliquie aus dem Dreikönigsschrein für die Tokioter Marien-Kathedrale überbracht.

 

Kardinal Frings gründete die Partnerschaft

Eine „Gemeinschaft des Betens und gegenseitigen Sich-Helfens“, so umriss der Kölner Kardinal Josef Frings das Ziel der Partnerschaft, die er und sein japanischer Amtsbruder Peter Tatsuo Doi aus Tokyo 1954 ins Leben riefen. Ganz bewusst wollte der Kölner Erzbischof in den Zeiten des deutschen „Wirtschaftswunders“ keine Einweg-Patenschaft, sondern eine partnerschaftliche Gemeinschaft zwischen den Erzbistümern Köln und Tokio.

 

Anfangs stand die materielle Hilfe im Vordergrund. So beteiligte sich das Erzbistum Köln finanziell stark am Neubau der Marien-Kathedrale von Tokio, die 1964 konsekriert wurde. In besonderer Weise engagierte sich das Erzbistum Köln auch an der jesuitischen Sophia-Universität in Tokio.

 

Tokio: 0,5 % Katholiken

Christen sind in Japan eine Minderheit. Auf dem Gebiet des Erzbistums Tokio leben etwa 19 Millionen Menschen, nur etwa 96.000 davon sind katholisch. 1891 wurde das Erzbistum Tokio gegründet, nachdem das Christentum bis 1873 in Japan offiziell verboten war. Seit 2000 ist Peter Takeo Okada Erzbischof von Tokio.

 

Kollekte für Myanmar

Gleichzeitig zum „Tokio-Sonntag“ im Erzbistum Köln feiert das Erzbistum Tokio den „Köln-Sonntag“. Gemeinsam führen beide Bistümer seit vielen Jahren eine Kollekte zugunsten der Priesterausbildung in Myanmar (früher: Burma) durch. Myanmar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Eine finanzielle Unterstützung aus Köln für das Partnerbistum Tokyo ist schon seit dem japanischen Wirtschaftsaufschwung der 60er- und 70er-Jahre nicht mehr nötig.

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