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Soldaten feiern Weltfriedenstag

Kölner Dom - Internationaler Soldatengottesdienst - Kardinal Woelki
20. Januar 2017; HA Medien und Kommunikation/Je

 Interationaler Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag im Kölner Dom.

Fotos ►

Interationaler Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag im Kölner Dom. Interationaler Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag im Kölner Dom. Kardinal Woelki predigt beim internationalen Soldatengottesdienst. Fürbitten werden auf in mehreren Sprachen vorgebetet, u.a. auf swahili, arabisch und mongolisch

Den Weltfriedenstag feierten etwa 1.200 Soldaten der Bundeswehr und anderer Streitkräfte sowie Bundespolizisten mit Erzbsichof Rainer Maria Kardinal Woelki am 19. Januar im Kölner Dom.

 

Zu Beginn eines jeden Jahres treffen sich Soldaten aus ganz Deutschland, um gemeinsam für den Frieden zu beten. So wird deutlich, dass sie ihren Dienst in der Verantwortung für den Frieden leisten.

 

Kardinal Woelki fordert zu Frieden auf

In seiner Predigt forderte Kardinal Woelki nachdrücklich, „Gewaltanwendung aus der internationalen Politik zu verbannen und zu ächten.“ Gleichzeitig sieht er die Unverzichtbarkeit des Soldatendienstes, da es Situationen gibt, in denen die Anwendung militärischer Gewalt ethisch geboten sein kann. „Ganz neue Formen der Bedrohung und der Barbarei fordern uns seit dem Aufflackern ethnischer Konflikte [...] heraus. Und der Terror – als Form der Kriegsführung gegen zivile Opfer – wird zu neuen Auseinandersetzungen um die Frage führen, wie ein gerechter Friede zu schaffen sei.“ In diesem Kontext habe sich auch die Rolle der Soldaten der Bundeswehr neu zu klären, „um das Leben und den Frieden – der uns so wichtig ist – zu verteidigen.“


Woelki ließ keinen Zweifel daran, dass das Ziel von Politik und Kirche Frieden sein muss: „Immer aber gilt unser Beten der Hoffnung, dass ein solcher Einsatz gar nicht erst nötig wird – auch wenn die Realität, in der wir leben, oftmals leider eine andere ist.“ Darum fordert er die ganze Gesellschaft dazu auf, sich in den Dienst des Friedens zu stellen. „An all den unterschiedlichen Stellen, wo ein jeder von uns lebt und arbeitet. Aber immer im Vertrauen auf Gottes Güte und immer im Vertrauen auf einen Frieden, der um so vieles reicher und voller ist, als unsere begrenzten Vorstellungen.“

 

 

Weltfriedenstag: 1. Januar

Zum 50. Mal wurde in der gesamten Weltkirche am 1. Januar der Welttag des Friedens gefeiert. Papst Franziskus stellte ihn 2017 unter das Leitwort „Gewaltlosigkeit – Stil einer Politik für den Frieden“. Damit möchte der Papst das neue Jahr mit einer Besinnung auf die notwendige Förderung des Friedens beginnen.

 

Der Weltfriedenstag geht auf Papst Paul VI. zurück: Am 8. Dezember 1967 wandte sich der Papst angesichts der weltweiten Spannungen mit einer Friedensbotschaft an die Regierenden in aller Welt wandte und erklärte den Neujahrstag zum Weltfriedenstag.

 

Daraus folgend lädt die Militärseelsorge als „Kirche unter den Soldaten“ in vielen Diözesen Deutschlands zusammen mit den örtlichen Bischöfen in den ersten Wochen des Jahres zum einem Internationalen Soldatengottesdienst ein.

 

Soldatengottesdienst in Köln

In Köln gibt es den Internationalen Soldatengottesdienst seit 1977. Den ersten Soldatengottesdienst feierte Joseph Kardinal Höffner in St. Aposteln Köln mit ca. 1.100 Soldaten mit Soldaten aller Nationen, die im Erzbistum Köln stationiert waren. Da St. Aposteln nicht genügend Platz bot, fand der Soldatengottesdienst ab 1978 im Hohen Dom zu Köln statt.

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