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Steinfeld-Tagung

Die traditionelle Steinfeld-Tagung ist eine Fortbildungsveranstaltung, die sich an katholische Religions-lehrerinnen und Religionslehrer der Sekundarstufe II im Erzbistum Köln richtet. Sie findet einmal jährlich im Salvatorianerkloster Steinfeld in der Eifel statt.

 

 


 

Die Tagung wird durchgeführt von der HA Schule/Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln und dem Institut für Lehrerfortbildung Essen-Werden.

30. Steinfeld-Tagung

Ende der 1980er-Jahre entstand die Idee, im Eifeler Kloster Steinfeld mit seiner besonderen, einfach-schlichten Atmosphäre eine Fortbildungsveranstaltung für kath. Religionslehrer der Sekundarstufe II (Gymnasium, Gesamtschule, Berufskolleg) im Erzbistum Köln zu initiieren, bei der die theologisch-wissenschaftliche Arbeit mit deren Umsetzung für den praktischen Schulalltag in enger Verbindung stehen. Zudem sollten die Gespräche der Kollegen unter- und miteinander, die abendliche Zusammenkunft im sogenannten ‚Schafstall‘ sowie das gemeinschaftliche Beten der Laudes und die gemeinsame Feier der Hl. Messe ein stärkendes Wir-Gefühl erzeugen. Dieses Format der Steinfeld-Tagung hat sich bis heute erhalten. An der nunmehr 30. Tagung nahmen ca. 160 Religionslehrerinnen und Religionslehrer teil.

 

Das Thema lautete: „Gott-Menschlich?! Herausforderungen und Zugänge einer zeitgenössischen Christologie“. Diese Frage ist für Lehrkräfte und Gläubige gleichermaßen von Bedeutung, denn Person und Anspruch von Jesus Christus weisen ins Zentrum des christlichen Glaubens. Gott begegnet uns in einem Menschen und will in ihm verstanden und angenommen sein. Oft jedoch erscheint der Zugang zu diesem Bekenntnis heutigem Verstehen mehr und mehr verstellt: Wie kann man in unserer Zeit von Jesus und seiner Gottmenschlichkeit sprechen? Wie lassen sich die christologischen Formeln der Tradition, wie Fleischwerdung und Erlösung in zeitgemäße Denk- und Sprachformen übersetzen? Wie lässt sich eine fachlich-theologische Perspektive mit dem Bedürfnis nach existentieller Verständigung so vermitteln, dass die glaubensentscheidende, weil lebensentscheidende Bedeutung des Mannes aus Nazareth für Schüler und Gläubige in unseren Gemeinden verständlich und bedeutsam wird?

 

Die wissenschaftlichen Vorträge wurden in diesem Jahr von Prof. Dr. Jürgen Werbick (Universität Münster) und Prof. Dr. Sabine Pemsel-Maier (PH Freiburg) gestaltet. Der frühere Pfarrer von St. Peter in Köln, Prof. Dr. Friedhelm Mennekes SJ (PTH Sankt Georgen), eröffnete weitere Perspektiven zur Thematik mit Blick auf die zeitgenössische Kunst, wie sie sich derzeit auf der Biennale in Venedig präsentiert. Die Aufarbeitung der Fachvorträge, die Vertiefung ihrer Fragehorizonte und deren fachdidaktische Entfaltung für die unterrichtliche Praxis wurden in insgesamt sechs religionspädagogischen Arbeitskreisen fortgeführt.

Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war der Besuch des Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki, der in der Steinfelder Klosterbasilika gemeinsam mit den Lehrern die Hl. Messe feierte und sich anschließend im Kreuzgang des Klosters viel Zeit für den Austausch und das Gespräch nahm. Ausdrücklich dankte er den Religionslehrerinnen und Religionslehrern für ihren wichtigen Dienst in der Schule.