Start Kontakt Sitemap

Fakten & Standpunkt

Zum Selbstverständnis Katholischer Schulen

Zur Vollversammlung, dem obersten Gremium der Deutschen Bischofskonferenz, treffen sich alle katholischen Orts- und Weihbischöfe in Deutschland und der Apostolische Exarch der Ukrainer regelmäßig im Frühjahr und im Herbst. An vier Tagen werden zahlreiche Gespräche geführt, Beschlüsse gefasst und Arbeitssitzungen abgehalten. Die Vollversammlung, die nicht öffentlich stattfindet, ist das höchste Gremium der katholischen Kirche in Deutschland. Die Zahl der Mitglieder beträgt zurzeit 65

 

Im Pressebericht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,  Kardinal Reinhard Marx, anlässlich der Pressekonferenz zum Abschluss der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 22. Februar 2018 in Ingolstadt ist unter Punkt 12 niedergelegt:

 

Punkt 12. Zum Selbstverständnis katholischer Schulen Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn), Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule, hat in diesem Zusammenhang noch einmal unser Augenmerk auf die katholischen Schulen generell gerichtet. Wir haben davon 904 in Deutschland. Es ist ein wesentliches Kennzeichen freiheitlich-demokratischer Gesellschaften, dass die Bildung nicht in der alleinigen Verantwortung des Staates liegt, sondern dass es eine Vielfalt von Bildungsangeboten gibt. In diesem Kontext vielfältiger Bildungsangebote dürfen kirchliche Schulen mit ihrem am christlichen Glauben orientierten Angebot nicht fehlen. Als Kirche haben wir einen wichtigen Beitrag für die Gestaltung unserer Gesellschaft und das Zusammenleben der Menschen zu leisten.

 

Link zum Dokument: Pressebericht 2018

Katholische Schulen in freier Trägerschaft

Grundsätzlich steht das gesamte Schulwesen in Deutschland unter der Aufsicht des Staates. Allerdings räumt das Grundgesetz in Art. 7 Abs. 4 freien Trägern das "Recht zur Errichtung von privaten Schulen" ein. Auf dieser Grundlage sind derzeit rund sieben Prozent der Schulen in Deutschland so genannte "Schulen in freier Trägerschaft". Diese Schulen haben in der Regel den Status von "Ersatzschulen", das heißt sie nehmen die gleichen Aufgaben wie staatliche Schulen wahr. Ersatzschulen sind gegenüber staatlichen Schulen gleichwertig, aber nicht gleichartig. Katholische Schulen bilden die größte Gruppe unter den Schulen in freier Trägerschaft.

 

Schulen in freier Trägerschaft sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Bildungssystems in der Bundesrepublik Deutschland. Sie gewährleisten Pluralität und schaffen somit eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Eltern - auch durch die freie Wahl einer Schule - ihr Recht auf die Erziehung ihrer Kinder wahrnehmen können.

 

Katholische Schulen bilden die größte Gruppe unter den Schulen in freier Trägerschaft. Mit diesem starken Engagement übernimmt die katholische Kirche ein hohes Maß an Verantwortung in dieser Gesellschaft und für junge Menschen.

 

Das Erzbistum Köln ist Träger von 32 Schulen verschiedener Bildungswege. Derzeit besuchen etwa 24.000 Schülerinnen und Schüler Erzbischöfliche Schulen im Erzbistum Köln. Im Bereich der Erzbischöflichen Schulen nimmt die Abteilung Schulträger- und Schulaufsichtsaufgaben wahr und fördert die Entwicklung unserer Schulen durch unterschiedliche Maßnahmen. Dazu gehört auch die Bearbeitung betriebs- und personalwirtschaftlicher Vorgänge sowie die juristische Prüfung und Beratung. Daneben gibt es 18 Schulen im Bereich des Erzbistums, die von anderen katholischen Institutionen, z. B. von Ordensgemeinschaften, getragen werden.

 

Das Erzbistum unterstützt diese Schulen und Schulträger durch Beratung und anderweitige Hilfestellungen.

Impulse zu diesen und weiteren Fragen und Themenbereichen bieten verschiedene Grundlagentexte:

.

.


 

Selbstverständnis und Auftrag Katholischer Schulen

Unter dem Titel "Erziehung und Bildung im Geist der Frohen Botschaft", haben die deutschen Bischöfe sieben Thesen zum Selbstverständnis und Auftrag Katholischer Schulen veröffentlicht. Sie charakterisieren darin das Bildungsverständnis Katholischer Schulen und betonen die religiöse Dimension der Erziehung und Bildung, die pastorale Bedeutung der Schulen sowie deren Auftrag, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortlicher Weltgestaltung zu erziehen. Als besondere Schwerpunkte im Profil Katholischer Schulen werden deren Beitrag zu mehr Teilhabe und Gerechtigkeit in der Gesellschaft sowie das Einüben von Dialog und menschlicher Gemeinschaft in Vielfalt hervorgehoben.

 

 

Link zum Dokument: Die Deutschen Bischöfe Nr. 102

Qualitätskriterien für Katholische Schulen

Eine grundlegende Orientierung für die Profil- und Qualitätsentwicklung Katholischer Schulen in freier Trägerschaft bieten die Qualitätskriterien für Katholische Schulen, die von den deutschen Bischöfen im Mai 2009 veröffentlicht wurden.

 

Link zum Dokument: Qualitätskriterien für Katholische Schulen

 

Inklusive Bildung in Katholischen Schulen

Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zur Gewährleistung eines inklusiven Bildungssystems verpflichtet. Katholische Schulen wissen sich in besonderer Weise für die Bildung von Menschen mit Behinderung verantwortlich. Die Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz hat sich am 7. Mai 2012 mit einer Empfehlung zur inklusiven Bildung in Katholischen Schulen an deren Träger gewandt.

 

Link zum Dokument: Empfehlung der Kommission für Erziehung und Schule zur inklusiven Bildung in Katholischen Schulen

Prävention von sexualisierter Gewalt

Zur Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat die Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz im November 2010 eine Handreichung für katholische Schulen, Internate und Kindertageseinrichtungen veröffentlicht. Die Handreichung benennt wesentliche Eckpunkte der Präventionsarbeit und bietet damit eine Grundlage für die Entwicklung von Präventionskonzepten auf der Ebene der Träger beziehungsweise der Einrichtungen. Die Empfehlungen dieser Handreichung konkretisieren die Rahmenordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz vom 23. September 2010.

 

Link zum Dokument:   Wir machen uns stark!

Institutionelles Schutzkonzept für die Katholischen Schulen in Freier Trägerschaft des Erzbistums Köln

 

 

 

Verlautbarungen der Kongregation für das Katholische Bildungswesen

Allgemeine Grundlagen zum Selbstverständnis und Profil Katholischer Schulen bieten die Erklärungen des II. Vatikanischen Konzils über die christliche Erziehung Gravissimum educationis und die Verlautbarungen der Kongregation für das Katholische Bildungswesen nach dem II. Vatikanischen Konzil. Letztere stehen in der Sammelpublikation "Katholische Schulen" des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahr 2010 zur Verfügung.

 

Link zum Dokument: Katholische Schulen. Verlautbarungen der Kongregation für das Katholische Bildungswesen nach dem II. Vatikanischen Konzil.

 

Im Jahr 2013 hat die Kongregation für das Katholische Bildungswesen ein weiteres Dokument in dieser Reihe veröffentlicht. Sein Titel lautet: "Erziehung zum interkulturellen Dialog in der Katholischen Schule. Zusammen leben für eine Zivilisation der Liebe".

 

Link zum Dokument: "Erziehung zum interkulturellen Dialog in der Katholischen Schule. Zusammen leben für eine Zivilisation der Liebe"

 

Anlässlich der Vorbereitung auf das 50. Jubiläum der Konzilserklärung "Gravissimum educationis" hat die Kongregation für das Katholische Bildungswesen im Jahr 2014 ein Papier mit Überlegungen und Perspektiven zur Weiterentwicklung des katholischen Schulwesens herausgegeben: Erziehung heute und morgen - Eine immer neue Leidenschaft. Instrumentum laboris.

 

Link zum Dokument "Erziehung heute und morgen - Eine immer neue Leidenschaft. Instrumentum laboris"

 

 

II. Vatikanisches Konzil

Eine zentrale Grundlage für die Vision der Katholischen Schulen auf der ganzen Welt bildet die Erklärung des II. Vatikanischen Konzils über die christliche Erziehung "Gravissimum educationis".

 

Link zum Dokument: Erklärung des II. Vatikanischen Konzils „Gravissimum educationis“

Kardinal Woelki sendet seine Botschaft heute von der Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Ingolstadt. 25.02.18

Über Kirchen und Stiftungen als Akteure der Bildungslandschaft.

Hauptabteilungsleiterin für Schule/Hochschule Erzbistum Köln Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke

Wie sehen die Aufgaben des Religionsunterrichts (in Zukunft) aus?
Christoph Westemeyer, Abteilungsleiter Schule und Hochschule, Erzbistum Köln

Schulfilm des Erzbischöflichen Berufskollegs in Neuss