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Alexianer Alexianer-Brüder-Gemeinschaft, Aachen

Entstehung und Aufgabe:
Die Alexianer-Brüder gingen aus der Begarden-Bewegung des Mittelalters hervor, die in der Diözese Lüttich beheimatet war und sich später am Niederrhein ansiedelte. In der alten Kaiserstadt Aachen sind die Brotbegarden bereits im Jahr 1334 bekannt. Die Pest im Westeuropa des 14. Jahrhunderts gab den unerschrockenen und glaubensstarken Begarden Gelegenheit, sich der von der Seuche befallenen Menschen anzunehmen, sie zu pflegen und den vom Tod weggerafften Kranken ein christliches Begräbnis zu bereiten. Der Name "Begarden" wandelte sich um 1430 in "Celliten". Die Celliten wählten den Hl. Alexius, der ein Leben in Armut führte, 417 in Rom starb und dessen Verehrung im Mittelalter weit verbreitet war, zu ihrem besonderen Namens- und Ordenspatron.
 

Einsatzgebiete:
Die Deutsche Ordensprovinz umfasst Psychiatrische Krankenhäuser in den Diözesen Aachen, Münster und Köln und ein Altenheim in der Diözese München. Die deutschen Alexianerbrüder gründeten im Laufe der Zeit Niederlassungen in Belgien mit den gleichen Aufgaben; in England und Irland vor allem in der Sorge für alte und kranke Menschen; in den USA vorwiegend in allgemeinen Krankenhäusern, und mit einer Neugründung auf den Philippinen. Schließlich wurde vor wenigen Jahren von Aachen aus eine neue Niederlassung in Kerala, Indien, gegründet, um dort mit einheimischen Kräften den Not leidenden Menschen zu Diensten zu stehen.
 

Lebensform:
Die Alexianerbrüder leben nach der Ordensregel des Hl. Augustinus und dem "Lebensweg", der Charta der Brüder-Gemeinschaft. Diese wurde nach den Richtlinien des II. Vatikanischen Konzils den Erfordernissen unserer Zeit angepasst. Sie weisen einen Weg nach den Räten des Evangeliums und den Vorschriften der Heiligen Schrift. Diese Charta ist die Grundlage für die Ausrichtung der Tätigkeit im Dienst an den Menschen, die an Leib oder Seele erkrankt sind, an den Armen und anderen Hilfsbedürftigen, die in der heutigen Gesellschaft vielfach wenig Verständnis finden. In ihnen Christus zu sehen und ihnen zu helfen, stehen die Alexianer-Brüder bereit.
 

Aufnahme und Ausbildung:
Der Beitritt zur Brüder-Gemeinschaft steht katholischen Männern offen, die bereit sind, in der Kranken- und Altenpflege oder anderen sozialen Diensten ihren Mitmenschen zu helfen. Eine abgeschlossene Hauptschulausbildung oder Mittlere Reife, abgeschlossene Berufsausbildung, fundierte religiöse Einstellung, Aufgeschlossenheit und Gemeinschaftsgeist gehören dazu, ebenso körperliche Gesundheit. Das Alter soll zwischen 18 und 38 Jahren liegen; in besonderen Fällen sind Ausnahmen möglich. Der Unterweisung im Ordensleben und der Vorbereitung auf die Hingabe an Gott durch die Ordensgelübde (zweieinhalb Jahre) folgt die Ausbildung an einer Krankenpflegeschule. Aber auch andere Tätigkeiten - im medizinisch-technischen Bereich, in Büro und Werkstätten - dienen letztlich dem einen Ziel: zu reifen zum Mannesalter Christi.
 

Kontaktadresse:
Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder e.V.
Provinzialat
Alexianerweg 7
48163 Münster
Tel.: 02501-96620-400
Fax: 02501-96620-444
E-Mail: provinzialat@alexianerkloster.de
Internet: www.alexianerkloster.de