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Supervision

 

  • ist eine im Bereich der angewandten Humanwissenschaft entwickelte und praktizierte Lern- und Beratungsform für Erwachsene. Gegenstand ist das jeweilige Arbeitsfeld;
  • ist eine berufsbegleitende Förderung für Männer und Frauen, zu deren Beruf es gehört, lebendige Beziehungen aufzubauen zu den Adressaten der Arbeit, den Vorgesetzten, Kollegen, Kolleginnen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen;
  • spürt die vielfältigen Kräfte auf, die das Arbeitsfeld beeinflussen und sich in Kleingruppen wie auch im Einzelnen widerspiegeln;
  • geht aus von konkreten Erfahrungen und hat zum Ziel die Optimierung der professionellen Tätigkeit, die Entwicklung der beruflichen Identität und die Förderung der beruflichen Kompetenz im Zusammenspiel von Person, Rolle, Arbeitsfeld, institutionellen Rahmenbedingungen sowie den gesellschaftlichen Bedingungen und deren Veränderung.


Supervision im Kirchlichen Feld

  • ist die Anwendung der Lern- und Beratungsform für kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, z.B. in Gemeinden, im Bereich der kategorialen Seelsorge, Schulen, Verbänden, Seelsorgeeinheiten, Pfarrverbänden
  • ist eine Förderung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihren jeweiligen kirchlichen Dienst reflektieren und bewusst gestalten möchten
  • widmet sich den spezifischen Gegebenheiten und Verstehensweisen, die die Erfüllung eines kirchlichen Dienstes bewusst und unbewusst prägen, z.B. Biographie, Lebenslage, Glaubensgeschichte, Gottes- und Kirchenbilder. Von daher hat Pastoral-Supervision insbesondere die menschliche und gläubige Identität der Supervisanden und deren Auswirkung auf die pastorale Praxis im Blick, ohne dass dabei etwa die methodische oder die institutionelle Dimension pastoraler Kompetenz außer Acht bliebe;
  • zielt im kirchlichen Arbeitsfeld auf die Vertiefung der persönlichen und fachlichen Kompetenz von Männern und Frauen, die in einem pastoralen Beruf arbeiten;
  • geht aus von den konkreten Erfahrungen des kirchlichen Arbeitsfeldes und des Dienstes und richtet ihre Aufmerksamkeit auf das Zusammenspiel von Person, Rolle (haupt- oder ehrenamtlich), Institution und Adressaten.

Regelung für Einzel- und Gruppensupervision

Zweck der Regelung

 

Supervision kann in Anspruch genommen werden als freiwilliges Beratungsangebot von Einzelnen oder Gruppen. Sie hat ihren Platz im Rahmen von Personalentwicklung, zur Förderung der Professionalisierung im jeweiligen Berufsfeld, sowie bei der Begleitung von längerfristigen Fortbildungsmaßnahmen. Supervision kann von Vorgesetzten empfohlen und auch angeordnet werden.

 

Supervision ist in unserem Bistum ein verbindlicher Bestandteil der Berufseinführungsphase im Pastoralen Dienst (Priesterseminar, Diakoneninstitut, Berufseinführung der Pastoral- und Gemeindeassistent/inn/en. Hierbei sind Dreieckskontrakte (Supervisand/Supervisor/Bildungsinstitution) in Vereinbarungen mit dem jeweiligen Ausbildungsträger geregelt.

 

Zuständigkeiten

 

Die fachliche Zuständigkeit für Supervision liegt bei der Diözesanstelle für pastorale Begleitung. Wünsche nach Supervision müssen immer zuerst mit einem/einer Mitarbeiter/in der Diözesanstelle abgestimmt werden. Diese/r prüft den Wunsch in fachlicher Hinsicht und entscheidet, ob die gewünschte Supervision die geeignete Maßnahme darstellt, somit in dienstlichem Interesse liegt und im Rahmen dieser Regelung finanziell gefördert werden kann. Dabei wird auch die Form der Kontraktschließung als Vereinbarung zwischen Supervisor und Supervisand oder als Dreieckskontrakt unter weiterer Beteiligung eines Personal- oder Fachreferenten des GV geklärt.

Der jeweilige Dienstvorgesetzte ist durch den Supervisanden über die Supervision zu informieren.
Die Inhalte der Supervision selbst unterliegen der Vertraulichkeit, soweit es der Kontrakt nicht anders regelt. Die Supervisorinnen und Supervisoren haben keine Aufsichtspflichten oder -befugnisse.

 

Supervisorinnen und Supervisoren


Die Diözesanstelle vermittelt nach den entsprechenden Vorgesprächen einen Supervisor/eine Supervisorin.
Die Kontaktaufnahme zum Supervisor erfolgt durch die oder den Supervisanden selbst. Die Kontraktpartner schließen einen Kontrakt, der Inhalte (Themen und Ziele) sowie Rahmenbedingungen (Sitzungszahl, Zeitraum, Ort der Beratung) enthält. Die Diözesanstelle erhält nach Abschluss eines Supervisionskontraktes durch den Berater/die Beraterin eine Rückmeldung über die vereinbarte Dauer und die Sitzungszahl der Supervision.

 

Zeitliche Rahmenbedingungen


Ein Supervisionsprozess umfasst in der Regel 5-10 Sitzungen inklusive der Kontraktsitzung und Auswertungssitzung. Die max. Zahl von möglichen Sitzungen beträgt 15 Sitzungen. Verlängerungen und Unterbrechungen müssen mit der Diözesanstelle abgesprochen werden. Wird eine Einzelsupervision an eine Konsultation angeschlossen, reduziert sich die max. mögliche Sitzungszahl um die bereits in Anspruch genommenen Sitzungen in der Konsultation.

Mit den externen Supervisorinnen und Supervisoren schließt die Diözesanstelle eine Leistungsvereinbarung ab. Der Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel entscheidet bei Externen über die mögliche Zahl von Sitzungen und die Dauer der Supervision.
Zwischen Ende eines Supervisionsprozesses und eventuellem Beginn eines neuen muss in der Regel ein Zeitraum von 18 Monaten liegen.

Finanzierung

Bis zur 10. Beratungseinheit übernimmt das Erzbistum Köln die Kosten für die Beratung. Ab der 11. Einheit ist eine Eigenbeteiligung vom Kunden zu zahlen. Bei Supervisionen im Rahmen der Berufseinführung oder als Bestandteil von Weiterbildungsmaßnahmen fällt keine Eigenbeteiligung an.

 

Die Eigenbeteiligung pro Sitzung beträgt zum Beispiel zurzeit:

 

Kapläne
Diakone 1.-3. Jahr
Gemeindeassistentinnen/assistenten und -referentinnen/referenten
Pastoralassistentinnen/assistenten
Lehrer/innen an Grund-, Haupt und Realschulen,
Folgediensten und Rendanten
Gruppensupervision 15,00 €
Einzelsupervision 22,00 €

 

Pfarrer
Diakone ab 4. Jahr
Pastoralreferentinnen/referenten

Verwaltungsleiter/innen
Lehrer/innen an Gymnasien und
Sonderschulen
Gruppensupervision 20,00 €
Einzelsupervision 25,00 €

 

Diese Eigenbeteiligung wird den Teilnehmern von der Diözesanstelle für pastorale Begleitung in Rechnung gestellt (je nach Höhe des Betrags in ein oder zwei Raten). Das Erzbistum Köln bietet für diese Abwicklung ausschließlich SEPA-Basis-Lastschrift an.

 

Interne Supervisorinnen und Supervisoren sind tätig im Rahmen ihrer Beauftragung. Eventuell anfallende Fahrtkosten des Supervisors/der Supervisorin gehen zu Lasten der Supervisanden.

 

Bei vorzeitiger Beendigung der Supervision wird die Eigenbeteiligung der noch ausstehenden Sitzungen nach Abzug einer Verwaltungsgebühr von 15,00 € zurückerstattet.

 



Vermittlung von Supervision

 

Berufseinführung der Pastoralen Dienste;

Suchtberatung für den Pastoralen Dienst:

Pfarrer Christian Ott

Telefon dienstlich: 0221 1642 3142
Handy: 0152 01642 342
Kontakt


Kategorialseelsorge und Region Mitte:
GR Wolfgang Wolf
Telefon dienstlich:0221 1642 3146

Handy: 0152 01642 317
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Region Nord und Süd;
Erzbischöfliche Schulen,
Religionslehrer:
GR Ulla Stollenwerk
Telefon dienstlich: 0221 1642 3144
Handy: 0152 01642 344
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Erzbischöfliches Generalvikariat:
PR Hans-Karl Krey
Telefon dienstlich: 0221 1642 3145
Handy: 0152 01642 345
Kontakt

 

Zusätzlich können Sie sich auch an unsere Verwaltungsmitarbeiterin wenden:

Renate Koziolek

0221 1642 3143

renate.koziolek@erzbistum-koeln.de