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Organisationsberatung

Regelung für Organisationsberatung

Organisationsberatung im Erzbistum Köln wendet sich an Gemeinden und Seelsorgebereiche, deren Gruppen und Gremien sowie an kirchliche Einrichtungen und erzbischöfliche Schulen. Sie ist eine Beratung mit Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten und Veränderungsnotwendigkeiten dieser kirchlichen Systeme.

Optionen

Kirchliche Organisationsberatung hat zum Ziel, die vorhandenen Kräfte und Möglichkeiten von Gremien, Teams, Kollegien, Gruppen und Institutionen zu stärken. Sie will erreichen, dass die Beteiligten befähigt werden, die Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in den Gemeinden, Seelsorgebereichen, Schulen und anderen Organisationen selbst zu gestalten und zu bewältigen. Sie nutzt die methodische Chance des allparteiischen Außenstehenden für die Beratung eines zeitlich begrenzten Prozesses. Sie will der engagierten Mitverantwortung der Laien an der ganzen Heilssendung der Kirche Raum geben und diese fördern. (LG 33; AA 2). Sie fördert Kooperation und Beteiligung als unverzichtbares Element kirchlicher Arbeit: Kooperation zwischen Ehren- und Hauptamtlichen, zwischen verschiedenen Ämtern und Diensten. Sie will im Rahmen der Entscheidungsmöglichkeiten vor Ort aus Betroffenen Beteiligte machen. 

Anlässe

Organisationsberatung kann hilfreich sein

 

  • bei der Entwicklung eines Leitbildes oder Pastoralkonzept
  • bei der Bewältigung von neuen Herausforderungen und Entwicklungen
  • bei der Bestandsaufnahme der bisherigen Arbeit in ihrem sozialen Umfeld
  • bei dem Wunsch nach ortsbezogener Zielfestlegung und Prioritätensetzung der Arbeit
  • bei der Entwicklung und Umsetzung von Kooperation
  • bei der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Gruppen, Teams, Gremien in der Organisation
  • beim Anstoß von neuen Entwicklungen in der Organisation
  • bei der Planung und Durchführung eines neuen Projektes
  • bei Konflikt- und Krisenbewältigung

Freiwilligkeit

Aus den Grundoptionen ergibt sich, dass Kirchliche Organisationsberatung als Lernprozess zu verstehen ist, der von den Betroffenen freiwillig und im vorgegebenen Rahmen selbstverantwortlich gegangen werden muss. Die Hauptabteilungen Seelsorgebereiche oder Seelsorge-Personal, sowie die Hauptabteilung Schule/Hochschule können auf die Möglichkeit von Kirchlicher Organisationsberatung/Gemeindeberatung empfehlend hinweisen. Dabei bedarf es aber einer zustimmenden Entscheidung der Betroffenen, sie in Anspruch zu nehmen. 

Anfragen

Anfragen werden an den/die zuständige/n Mitarbeiter/in der Diözesanstelle gerichtet:

 

Nach Vorgesprächen benennt der/die zuständige Mitarbeiter/in dann den Anfragenden Beraterinnen und Berater. Diese setzen sich mit den Verantwortlichen vor Ort in Verbindung. Die Diözesanstelle erhält nach Abschluss eines Kontraktes durch den Berater/die Beraterin eine Rückmeldung über die vereinbarte Dauer.

Beratungskontrakt

Folgende Eckdaten sind dabei bestimmend für den zu vereinbarenden

Beratungskontrakt:

 

  • Organisationsberatung findet vor Ort statt
  • sie arbeitet mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter(inne)n
  • sie ist prozessorientiert
  • sie arbeitet mit vorhandenen Energien und Ressourcen
  • sie hat eine Ziel- und Ergebnisorientierung.


In dem Beratungskontrakt werden Dauer, Form, Arbeitsweise, Ziele, Themen und Inhalte der Organisationsberatung verbindlich festgelegt und ggf. Zwischen- und Endauswertungen aller beteiligten Kontraktpartner vereinbart.

In der Regel wird ein Dreieckskontrakt geschlossen. Neben der Organisation vor Ort wird die jeweils zuständige Fachabteilung des Generalvikariates in den Kontrakt einbezogen. (Andere Fachabteilungen können, wo es sachlich angezeigt ist, zusätzlich hinzugezogen werden). Dies dient der Entwicklung vor Ort in Rückbindung an Gesamtentwicklungen und Rahmenbedingungen im Erzbistum Köln.
Bei vorzeitiger Beendigung der Beratung findet in der letzten Beratungssitzung ein auswertendes Gespräch mit allen Kontraktbeteiligten statt. Die sachliche Abwicklung der Gemeindeberatung, insbesondere die Leistungsvereinbarung zwischen einem auswärtigen Berater und dem Erzbistum Köln sowie seine Honorierung, werden durch die Diözesanstelle für pastorale Begleitung geregelt.

Moderation/Kurzberatung (Konsultation) von Teilen einer Organisation

Eine Moderation von Großveranstaltungen, Klausurtagen, Informationsabenden in Krisensituationen oder Kurzberatung von Teilen einer Organisation, z. B.

  • für die Klärung einzelner Sachfragen oder klar abgrenzbarer Entscheidungen,
  • in Konfliktfällen und Krisensituationen,
  • als Kurzberatung mit dem Ziel der Klärung, welche weitere Unterstützung dieser Teil der Organisation eventuell benötigt,

 

ist durch Berater/innen der Diözesanstelle möglich im Umfang von vier Sitzungen. Die Diözesanstelle klärt mit der Leitung der Organisation die Notwendigkeit eines Dreieckskontraktes oder der Information der jeweiligen Fachabteilung.

Wird eine Organisationsberatung an eine Moderation oder Kurzberatung (Konsultation) angeschlossen, reduziert sich die max. mögliche Sitzungszahl um die bereits in Anspruch genommenen Sitzungen.

Zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen

Ein Beratungsprozess umfasst eine individuell vereinbarte Zahl von Beratungseinheiten. Eine Einheit umfasst in der Regel drei Zeitstunden. Die Kosten für bis zu 15 Beratungseinheiten werden bei Abschluss eines Dreieckskontraktes durch das Erzbistum Köln getragen (im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel). Bei Verlängerung auf bis zu max. 20 Beratungseinheiten ist eine Eigenbeteiligung von 200,00 € pro Beratungseinheit zu zahlen. Diese wird dem Beratungsnehmer bzw. dessen Dienststelle in Rechnung gestellt. Verlängerungen und Unterbrechungen müssen mit der Diözesanstelle abgesprochen werden. Zwischen dem Ende eines Organisationsentwicklungsprozesses und eventuellem Beginn eines neuen, muss in der Regel ein Zeitraum von 18 Monaten liegen.

Mit externen Supervisorinnen und Supervisoren schließt die Diözesanstelle eine Leistungsvereinbarung ab. Der Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel entscheidet bei Externen über die mögliche Zahl von Sitzungen und die Dauer der Beratung.

Weitere Kosten

Fahrtkosten der Berater und eine Materialpauschale von zurzeit € 40,00 werden von diesen direkt mit dem Beratungsnehmer bzw. dessen Dienststelle abgerechnet. Weitere Kosten (ggf. Tagungskosten, Raummiete, Verpflegung, spezielles Arbeitsmaterial,...) werden durch die betroffenen Gemeinden oder Einrichtungen finanziert.

Vertraulichkeit

Kirchliche Organisationsentwicklung unterliegt der Vertraulichkeit. Das heißt: Informationen aus dem Beratungsprozess dürfen nur im Rahmen des verhandelten Beratungskontraktes und nicht ohne Wissen der Beteiligten an Dritte weitergegeben werden. Für die Beraterinnen und Berater gilt die Dienstanweisung der Diözesanstelle für pastorale Begleitung, die zur Verschwiegenheit verpflichtet. Kirchliche Organisati-onsberater haben keine Aufsichtspflichten oder -befugnisse.

Vermittlung von Beratung

Berufseinführung der Pastoralen Dienste;

Suchtberatung für den Pastoralen Dienst:
Pfarrer Christian Ott
Telefon dienstlich: 0221 1642 3142
Handy: 0152 01642 342
Kontakt


Kategorialseelsorge und Region Mitte:
GR Wolgang Wolf
Telefon dienstlich:0221 1642 3146
Handy 0152 01642 317
Kontakt


Region Nord und Süd;
Erzbischöfliche Schulen,
Religionslehrer:
GR Ulla Stollenwerk
Telefon dienstlich: 0221 1642 3144
Handy: 0152 01642 344
Kontakt


Erzbischöfliches Generalvikariat:
PR Hans-Karl Krey
Telefon dienstlich: 0221 1642 3145
Handy: 0152 01642 345
Kontakt

 

Zusätzlich können Sie sich auch an unsere Verwaltungsmitarbeiterin wenden:

Renate Koziolek

Telefon 0221 1642 3143

renate.koziolek@erzbistum-koeln.de