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Wer zahlt die Kirchensteuer und warum wird sie vom Staat eingezogen?

Höhe und Verwaltung der Kirchensteuer

Grundlage für die Bemessung der Kirchensteuer ist die staatliche Lohn- und Einkommensteuer. Im Erzbistum Köln wie auch in allen anderen Bistümern NRWs wird ein Zuschlag in Höhe von 9 % von der festgesetzten Einkommensteuerschuld erhoben. Sind bei den Steuerzahlern Kinder vorhanden, wird die Bemessungsgrundlage in jedem Fall noch um Kinder- und Betreuungsfreibeträge vermindert.

 

Anknüpfungspunkt ist die persönliche Einkommenssituation und damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Der Steuertarif bewirkt, dass derjenige, der mehr verdient, auch mehr Einkommensteuer (und damit auch mehr Kirchensteuer) bezahlt.

Wer nicht einkommensteuerpflichtig ist, zahlt auch keine Kirchensteuer.
Hierzu zählen z. B. auch Kirchenmitglieder, die mit ihrem Einkommen unter den steuerlichen Freibeträgen liegen (2012: 8.004 EUR / 16.008 EUR bei zusammen veranlagten Ehegatten), ebenso Nichtverdienende, Schüler, Studenten und in der Mehrzahl auch die Rentner.
 
Um keine kostenintensive Kirchensteuerverwaltung aufzubauen, wurde der Einzug der Kirchensteuer den Finanzämtern übertragen. Diese ziehen die Kirchensteuer als Zuschlag zur Einkommensteuer ein. Der Staat erhebt für die Verwaltung der Kirchensteuern durch die Finanzämter eine Kostenentschädigung, die sich in Nordrhein-Westfalen auf 3 % des Kirchensteueraufkommens beläuft.
 

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