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Exerzitienhaus und Trauerpastoral

Diözesanpastoralrat - Sitzung am 1. Dezember - Beratungen
5. Dezember 2017; (pek 171205)

Erzbistum Köln. Ein Exerzitienhaus für das Erzbistum Köln, das Thema Trauerpastoral sowie Informationen über weitere Entwicklungen auf dem Pastoralen Zukunftsweg waren die Hauptthemen bei der Sitzung des Diözesanpastoralrats, der am 1. Dezember 2017 in Köln tagte.

 

Exerzitienhaus – Geistlicher Ort im Erzbistum

Viele Menschen sind heute auf der Suche nach Orientierung und Sinn für ihr Leben, und die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten auch im Kontext des Glaubens ist groß. Wie ein solches Angebot im Erzbistum Köln aussehen müsste, an welche Zielgruppen es sich richten und welche Möglichkeiten für Einzelne wie für Gruppen es bieten sollte, darüber diskutierte der Rat intensiv.

 

So sollten Einzelne, die in ihren Exerzitien Stille und Rückzug suchen, ebenso Möglichkeiten dazu finden wie etwa Gruppen, die geistliche Übungen als Gemeinschaft gestalten wollen. Auch im Blick auf den Pastoralen Zukunftsweg des Erzbistums ist es wichtig, dass sich engagierte Gläubige auf diese spezielle und intensive Weise ihres Glaubens und Auftrags in Kirche und Welt vergewissern. Von Charakter und Ausstattung her müsste sich ein Exerzitienhaus demnach von einem üblichen Tagungshaus unterscheiden. Mit großer Mehrheit empfahl der Diözesanpastoralrat dem Erzbischof, die vorgestellten konzeptionellen Überlegungen weiterzuentwickeln und einen geeigneten Ort für die Umsetzung zu suchen.

  

Trauerpastoral und Totenfürsorge

Die Trauerpastoral sieht sich vor der Herausforderung eines „Marktes" unterschiedlicher Anbieter, wenn es um die Begleitung auf dem letzten Weg des Menschen geht. Dabei reicht die Spannweite von einer umfassenden Dienstleistung bis hin zu anonymen Formen, die fast schon eine würdelose „Entsorgung" des Verstorbenen darstellen. Dabei steht nicht mehr selbstverständlich die Hoffnung auf die Auferstehung im Mittelpunkt, die aus christlicher Sicht in Sterben, Tod und Trauer zentral ist. Wesentliche Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass Sterbende und ihre trauernden Angehörigen von erfahrenen Menschen begleitet werden.

 

Ein Orientierungsrahmen für die Trauerpastoral soll die Möglichkeit eröffnen, dass sowohl Pastorale Dienste als auch Getaufte und Gefirmte Menschen in der existenziellen Grenzerfahrung des Todes als „Zeugen der Hoffnung" begleiten. Pfarrer im Erzbistum Köln erhalten in Zukunft die Möglichkeit, Laien als zusätzliche Mitarbeitende für den Bestattungsdienst zu gewinnen, wenn dies die pastorale Situation in ihrem Seelsorgebereich nahelegt. Die intensive Diskussion des Papiers ergab zahlreiche vertiefende Aspekte, die jetzt eingearbeitet werden sollen, um den elementaren Auftrag der Kirche bei Exequien, Bestattung und Trauerbegleitung weiter zu profilieren. Bei seiner nächsten Sitzung im Januar wird der Diözesanpastoralrat dann die Endfassung des Orientierungsrahmens vorgestellt bekommen.

 

Weiterhin informierte Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki über die zunächst 18 „Wegbegleiter", die ab dem kommenden Jahr einzelne Seelsorgeteams in Sendungsräumen kollegial unterstützen werden, um sie auf dem Pastoralen Zukunftsweg zu unterstützen. Dabei geht es um eine ganzheitliche Begleitung bei der Suche nach zukunftsfähigen Formen des Kirche-seins, wobei namentlich die geistliche Dimension des Zukunftswegs zentral sein soll. Dem Lernen für und auf dem Pastoralen Zukunftsweg dient auch eine neue „Kirchenschule", die mit einem ersten zweiteiligen Kurs in Kloster Steinfeld gestartet ist. Wissensvermittlung, geistliche Gemeinschaft, persönliche Beteiligung und die Feier des Glaubens im Gottesdienst sind die wesentlichen Elemente dieses neuen Angebots, das sich grundsätzlich an „Weggemeinschaften" richtet, die den Zukunftsweg beschreiten wollen.

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